Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Mädchen.

17

Nun ſag'! rief er geſpannt.Kennſt ihn? Wer war's?

Sie wollte mit einer gewiſſen Freudigkeit reden, aber gleich beſann ſie ſich anders und erwiederte:Das ſag' ich nicht.

Kathi! rief der Alte, von dieſem ſonderbaren Trotze ergrimmt.

Ich ſag's nicht, Vater, wiederholte ſie.Gebt mir den Ring, der Ring iſt mein.

Mach' mich nicht bös! entgegnete er drohend. Du lügſt mir vor, daß Du den jungen Herrn gekannt haſt willſt nicht ſagen, wo und verlangſt gar den Ring, von dem wir ein ganzes Jahr leben können! Willſt ihn wohl gar zum Putz für Dich behalten? Dumm ge⸗ nug wärſt Du! Mach', daß wir fortkommen!

Ihr wollt den Ring doch nicht verkaufen? rief Kathi erſchrocken.

Die Frage ſtimmte ihn wieder heiter.Was ſollten wir ſonſt damit? ſagte er lachend.Der Herr hätte uns freilich die Müh' erſparen können, wenn er uns lieber einen Seckel mit Dukaten geſchenkt hätte, daß wir ihm das kalte Bad erſpart haben, aber es iſt halt doch nicht anders.

Das leid' ich nimmermehr, Vater! rief das