Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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hier herüber, ſo müſſe er hinter dem jenſeitigen Rand, wo der Grund ſich nur links geworfen, das Waſſer zum Zweitenmale paſſiren. Es war ein alter Mann, der ſo ſprach, in geringer Tracht, mit einem ſcharf gezeichneten, vom Wetter gebräunten Geſicht, das ein grauer, ſchlecht geſchorener Bart umſtarrte; des Reiters Blick hatte ſich aber mehr nach dem Mädchen gewendet, das ſich unter⸗ deſſen vom Boden wieder erhoben hatte und glühend roth vor Scham im Geſicht daſtand, ohne daß es wagte, zu ihm aufzuſchauen. Zeit war nicht, länger zu verweilen; der Reiter hatte ſich ſchnell überzeugt, daß das Mädchen, das ihm ſo entſchloſſen in den Zügel gefallen war, nicht Schaden genommen habe.Dort hinauf? fragte er den Alten, und als dieſer bejahte, ſah er ihn noch ein⸗ mal ſcharf an.Kennſt Du mich? forſchte er, während er den Handſchuh auszog.

Nein, gnädiger Herr! war die Antwort. Der Reiter machte eine dankende Handbewegung, und im An⸗ ſprengen ſeines Pferdes warf er dem Mädchen einen Ring zu, den er vom Finger gezogen hatte. Den Alten aber traf ſein Auge noch einmal ſcharf; es war ihm nicht entgangen, daß er auf dem Hut friſchgepflückten Bruch trug, als ſei er auch ein Waidmann, was doch ſeine Tracht widerlegte. Auch hatte er ſo waidgerecht vom Ha⸗ lali geredet! Es war jedoch keine Zeit zu verlieren und