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der Bärbel und Ihr mit meinem Sohne und Bern⸗ hard's Mutter.“
„Ich wollte eigentlich meiner Pathe Erdmuthe im Kloſter Marienſtern einiges ſagen— ſie iſt ſo ruhig und vernünftig, ſie ſollte mir Rath geben; doch wenn Ihr es auf dieſe Weiſe einzurichten meint, ſo bin ich auch froh. Mir ſchlug dieſe geheime Wirthſchaft ſchon über den Kopfzuſammen.— Mag es denn geſchehen, wie Ihr wünſcht. Morgen ſchreibe ich gleich, aber den Bau kann ich unterdeſſen be⸗ treiben?“
Am liebſten wäre er nun wieder zu Pferd ge⸗ ſtiegen und fortgeritten, um dem jungen Mädchen nicht mehr vor Augen zu kommen. Es lief aber beſſer ab, als er gefürchtet hatte; ſie war oder ſchien wieder ganz unbefangen und ſprach ſeltſamerweiſe nicht ein Wort von ſeiner dummen Anrede, die doch eine Erklärung verlangt hätte. Ganz entzückt ritt er am andern Morgen wieder nach Glogau und pries ſeinen jungen Freund glücklich, für deſſen be⸗ ſtes er nun eifrig ſorgte. Die Reiſe nach Marien⸗ ſtern gab er vor der Hand auf.
Der Herbſt verging und der Winter kam. Froſt und Schnee waren frühzeitig eingetreten und hatten alle Wege verdorben, ſo daß die Verbindung in die
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