einen Unterhändler zuwerke zu gehen,“ erwiederte ſie.„Doch habe ich kein Recht, Euch deßhalb Vor⸗ würfe zu machen und wünſche Euch alles Glück zur neuen S 4
„O, o, Frau Gevatterin, wie klingt das? Ehr⸗ lich gehe ich zuwerke— offen ſoll's auch werden, wenngleich nicht heute und morgen. Hier— ſeid nicht böſe! Ich habe einen Brief von Bernhard mit, Ihr ſollt ihn aber leſen, wenn Ihr allein ſeid—“ hier ſah er über ſich ſelbſt betroffen ſeinen Freund an, und ſagte:„Seht da, wie ich offen zuwerke gehe! Nimm's nicht übel, Heinerle, daß ich hinter Deinem Rücken mit Deiner Frau—— ich wollte ſagen, der Bernhard iſt nun beim Kaiſer und Ihr ſollt ſehen, er kommt als großer Herr, zum Ritter ge⸗ ſchlagen, mit Ehren überhäuft wieder und das ſoll ein Einzug in Läßnitz ſein. Nicht wahr, Ehr⸗ würden?“
„Ihr vergeßt, daß Läßnitz nicht mehr ſeiner Familie gehört,“ ſagte Wanda.„Doch— ich danke Euch für Eure Nachrichten von meinem Sohne und bitte, gebt mir den Brief.“
Er ging hinaus zu ſeinem Gepäck, ihn zu holen und Herr Linden fragte unterdeſſen den Pfarrer, ob er von dieſem Kauf etwas gewußt habe; dieſer


