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ungelöst und ſie hoffte vielleicht heute mit der frohen Kunde von Bernhard's Wohlergehen mehr zu er⸗ fahren.
Beim Pfarrer, der ſie mit großer Freude em⸗ pfing, fand ſich aber auch vorerſt keine Zeit dazu, die Männer hatten ſoviel über andere Dinge zu reden! Wanda hörte in ihrer Ungeduld kaum, wovon die Rede war, bis ihr Gatte erklärte: es ſei ihm ganz recht, daß er nicht mehr die Sorge der Wirthſchaft habe, er ſei alt genug, um ſich Ruhe zu gönnen und wenn ſein Sohn, welcher Läßnitz ſehr niedrig angenommen, damit einen guten Handel mache, ver⸗ denke er es ihm gar nicht, daß er ſich nicht die Laſt und Gefahr zweier Beſitzungen aufladen wolle. Da erhob ſich Wanda und trat zu den Männern.
„Dein Stammgut, das nie aus der Familie kommen ſollte“— ſagte ſie lebhaft—„in fremden, wer weiß, in welchen Händen!“
„O— ich denke doch— es wird in recht gute Hände kommen— nicht wahr, Ehrwürden?“ Haugwitz rieb ſich die Hände und war augenſcheinlich in Verlegenheit, ſo daß es Wanda auffiel.
„Ihr wißt, Herr von Haugwitz?“ rief ſie raſch. „Wer iſt der Käufer?“


