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Das Geſpräch hatte alſo nur die allgemeinen An⸗ gelegenheiten zum Stoffe, und Diodati äußerte ſich voll der beſten Hoffnungen. Er hatte zwar ſeine Meinung, daß der Prinz, ſobald er die Nachricht von dem Verluſte Brescias erhalten, ſchnell von i umkehren und binnen längſtens vier Wochen
t Heeresmacht hier erſcheinen werde, aber er hoffte, unterdeſſen mächtige Verſtärkungen von venetia⸗ ſchen Truppen heranziehen und die Stadt mit Hilfe der Bürger und des Landvolks noch mehr be⸗ feſtigen würden, daß ſie wenigſtens Widerſtand leiſten könne, bis der Vizekönig mit den Spaniern und Päpſtlichen heranrücke. Dann werde es zu einer Schlacht unter den Mauern von Brescia kommen, bei welcher, von zwei Seiten angefallen, die Ver⸗ nichtung des übermüthigen Feindes gewiß ſei.
„Ich lege Euch jetzt offen dar, wie es nach
neiner Anſicht kommen wird,“ ſchloß er.„Ob vor
dieſem Ereigniß ſchon der Kaiſer, Euer Leitſtern, ich ausgeſprochen haben wird, iſt zu bezweifeln. König Ludwig bietet alles auf, ſeinen mächtigen Beiſtand ſich zu erhalten, mächtig, ſag' ich, weil er ihm vor der WVelt das Anſehen der Majeſtät einer gerechten Sache leiht, ſonſt fällt er freilich mit wirk⸗ licher Hilfe leicht in die Wagſchale.“


