Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Redet nicht ſo!“ verſetzte Bernhard warm „Wenn die Stände des Reiches zum Bewußtſein kommen, daß Deutſchlands, wie ihr eigenes Heil und ihre Ehre fordern, den ritterlichen Kaiſer in ſeinem hochherzigen Streben mit Gut und Blut, mit ihrer ganzen Kraft, dem letzten Gulden und Reiſigen, den ſie aufbringen können, zu unterſtützen—“

„Weh uns dann, weh allen Nationen Euro⸗ pa's!“ ſagte der Italiener ironiſch.

Bernhard ſchwieg verletzt.—„Seid mir nicht böſe,“ ſprach Diodati,„Euch, dem jungen hochſinni⸗ gen Manne, erſcheinen die Dinge, wie ſie ſein könn⸗ ten, mir, dem Alten, wie ſie ſind.— Eure Nation iſt ſo geweſen, als ihre erſten blauäugigen Rieſen bei Noreja die Römer ſchreckten, um ſpäter drüben auf der Wahlſtatt bei Verona zu verbluten— ſie wird ſo bleiben bis in alle Ewigkeit. Der Kaiſer kann nicht darauf warten, bis ſie ſich ändert, aber doch wird noch Zeit vergehen, ehe er dem Bunde mit Frankreich entſagt—“

„Weil er Treue zu halten gewohnt iſt, weil er nicht, wie Ferdinand von Spanien, um jedes kleinen Vortheils willen ſeine Verheißungen bricht!“ rief Bern⸗ hard unwillig.

„Ihr ſprecht zu einem Kaufmanne,“ erwiederte