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Er berichtete denn die Wahrheit.„Deßhalb bin ich alſo aus Brescia gegangen, deßhalb für todt erklärt worden!“ ſagte ſie.„Glaubt Ihr das? Würdet Ihr es glauben, auch wenn ich es beſtätigte?“
„Was Ihr ſagt, glaube ich unbedingt!“ erwie⸗ derte er, und vor dem unbewußten Blicke, der dieß Wort begleitete, ſenkten ſich ihre Augenlider mit den langen dunkeln Wimpern, daß der der leuch⸗ tenden Sterne unter ihnen verhüllt wurde.„Euch glaube ich alles!“ ſetzte er hinzu
„O thut das nicht, Bernardo,“ ſagte ſie leiſer
Doch blickte ſie gleich wieder frei auf.„Dann ſeid Ihr auch in Venedig geweſen bei meinem Oheim Andrea— was hat dieſer Euch von mir geſagt? Oder, daß ich's Euch leicht mache: wißt Ihr ſonſt etwas von mir, als dieß Kindermärchen mit dem Prinzen Gaſton?“— Ehe er jedoch in peinlichſter Verwirrung einen Ausweg oder eine Antwort finden konnte, ſagte ſie raſch und heimlich:„Morgen er⸗ warte ich Euch dort im Garten zur ſelben Stunde, wie in Monſelice, wenn Sieſta!“ Laut aber rief ſie nach dem Erdgeſchoß unter ſeinem Fenſter hinab „La Ragna! Du heißeſt, wie Du biſt— lauerſt Du wieder im Winkel Deines Retzes, Spinne? Komm nur hervor, gute Ragna, plaudere mit uns Siehſt


