Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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die Welt, und außer den Eltern und unſern Dienern im Hauſe, welche treu ſind wie Gold, wiſſen nur unſere nächſten Verwandten um mein Daſein, von Fremden aber nur ein Einziger, dem ich mich ſelbſt vertraut habe, und das ſeid Ihr!“

„Fiorina! Wie bin ich deſſen würdig?!“ rief er.

„Nun fordere ich aber gleiche Aufrichtigkeit. Man hat viel mit Euch von mir geſprochen, nicht wahr? Mein Oheim Marco ſchalt mich in Mon⸗ ſelice, daß ich Euch mein Geheimniß entdeckt und begriff nicht warum— was hat er Euch von mir erzählt? Sagt mir die Wahrheit, Bernardo.“

Die Frage ſetzte ihn in Verlegenheit, er wußte nicht, wie er für weibliches Zartgefühl ſchonend genug antworten ſollte.—„Von Gaſton de Fvir hat er geſpro⸗ chen und dem berühmten Ritter Bayard, den ſie den Ritter ohne Furcht und Tadel nennen— daß der Prinz— ohne Harniſch in jede Schlacht reitet—“ er wurde nun völlig verwirrt und fing an zu ſtottern.

Sie lachte. In dieſer Erinnerung konnte ſie lachen„Hat er Euch die Heldenthaten franzöſiſcher Chevalerie erzählt?“ rief ſie.„Nein, Bernardo, zwi⸗ ſchen Freunden nicht dieß Ausweichen! Ich kann alies hören, alles tragen, was man Euch über mich erzählt hat. Sprecht!“