Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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faſt herausfordernd zu nennen. Seinen

geweilt, nicht mehr für eine abweiſende Bewegung halten konnte. Der Raum, der ſie trennte, war ſo gering; flüſternd hätten ſich beide verſtanden, aber Bernhard ſah keinen Grund und hielt es für belei⸗ digend, ſeine Stimme zu dämpfen: ſie war ohnehin nicht feſt, als er ſie anſprach.

„Ihr ſeid krank, Signora?“ fragte er.

In ihren Mienen konnte er ein Zucken bemerken, ihre feinen ſchwarzen Brauen zogen ſich ein wenig zuſam⸗ men und um ihre Lippen ſpielte ein unwilliger, faſt ſpöttiſcher Zug, während ihr Auge raſch über die andern Fenſter blitzte. Dann richtete ſie den vollen Strahl

desſelben auf ihn und ſagte:„Ich bin geſund, wie Ihr. Warum ſoll ich krank ſein“

„Eure Mutter—“

„Sagte ſie das?“ rief Fivrina lebhaft.„Dann wird ſie recht haben, krank, todt, begraben!— Ihr wißt das ja ſchon von Padua her, Bernardo.“

„Mein Gott!“ ſagte Bernhard betroffen.„Das — glaubt' ich— ſei nur für— jene Zeit, das ſei nun längſt vorüber!“

„Vorüber!“ wiederholte ſie mit einem ſo tief

ſtummen Gruß erwiederte ſie mit jenem anmuthigen Wink der

Hand, den er jetzt, nachdem er länger im Süden

Er for ſas