Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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mit Filippo Diodati Venedig verlaſſen hatte, war die Mahnung abermals in ihm erklungen:„zur That!“ Die That des Mannes iſt Kampf. Ganz recht— nur nicht immer mit den Waffen, welche das Eiſen, die Kugel, geben. Bernhard dachte noch einzig an dieſe, nur durch ſie war der Ruhm und die Ehre zu gewinnen, mit denen er ſeine Stirn ſchmücken wollte, aber ſich ſelbſt getreu, nicht um ſchnöden Sold, ſon⸗ dern nur um eine Idee zu dienen, hatte er„deutſcher Nation Herrlichkeit im Sinne, und was er von dem leuchtenden Bilde des ritterlichen Kaiſers Marx ver⸗ nommen, hatte ihn zu ſeinem Ideal, dem echten Repräſentanten ſeines deutſchen Volkes, erhoben. Ihm wollte er dienen. Der Kaiſer aber war fern. Noch hatte er das Wort nicht ausgeſprochen, das ihm, Bernhard zweifelte nicht daran, alle Herzen in dem alten Reichslehen Lombardien gewinnen mußte. So lange wollte Bernhard warten. Aber die gemeinſte, edlern Naturen widerwärtigſte, allen Aufſchwung lähmende Sorge bedrängte ihn: die Sorge um das tägliche Brod. Er hatte nicht mehr, wovon er leben konnte Der Vorſchuß, welchen ihm die Brüder Dio⸗ dati freigebig gemacht hatten, als er, von dem ſchur⸗ kiſchen Wirth in Padua um ſein Geld betrogen, von den chriſtlichen Stradioten auch des übrigen beraubt,