Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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und gab ihm die Sporen, um den Wegelagerern, deren ſich einige auch auf ihre Pferde warfen, zu entkommen. Tobend ſchrieen ſie hinter ihm her, ein Paar Schüſſe fielen, eine Kugel pfiff dicht an ſeinem Kopfe vorüber. Und zu ſeinem Schrecken bemerkte er, daß der Hengſt, wie ſchon mehrmals auf ſeinem Ritte geſtern und heute, wieder lahm ging, ſchlimmer, als es bis jetzt der Fall geweſen war. Als das die Verfolger ſahen, ſchlugen ſie ein wildes Hohngelächter auf nun konnte ihnen der Fang nicht mehr entgehen. Demungeachtet hielt ſie die Trefflichkeit des türkiſchen Roſſes noch einige Zeit in einer Entfernung, welche nur ſehr allmälig abnahm. Da kam noch ein zweiter Schwarm der wilden Geſellen hinzu, und kaum hatte ihr Führer den ſchwarzen Hengſt des Fliehenden erblickt, als er ihn auch erkannte. Er rief den Seinigen ein lachendes Wort zu und that einen ganz eigenthümlichen, gellenden Pfiff. Hoch auf ſprang der Hengſt bei dieſem wohlbekannten Zeichen, warf ſich plötzlich herum, daß ſein Reiter ganz aus dem Sattel kam und trug ihn, der ver⸗ gebens mit Zügel und Sporen dagegen kämpfte, willenlos in den Schwarm der Feinde, die ihn jetzt, wenn auch erſt nach tapferer Gegenwehr und aus zwei Wunden blutend, gefangen nahmen. Wem er