Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Kaiſer ſchließt Frieden mit uns, das iſt ſchon ſo gut wie gewiß! Bedenkt, Ehre iſt bei uns, die man unterdrücken wollte; Ihr ſtreitet für eine gerechte Sache die Republik bietet Euch den Oberbefehl über ihr dalmatiſches Fußvolk, das unter Euch Wunder verrichten wird; ein edler Bürger, der bei uns in freiwilliger Verbannung eine Freiſtatt gefunden hat, will mit Freuden ſein Kind, die Roſe von Brescia, um welche Fürſten, wie der junge Gaſton, den ſie la foudre d' Italie, den Blitz von Italien, nennen, Lanzen gebrochen haben, er will ſein Kind Euch zur Gemahlin geben, dem ſie ſchon, von Euch vielleicht nicht gekannt, in zarter Liebe ihr Herz geſchenkt

Das iſt eine Lüge! unterbrach ihn des Sachſen Stimme im rauhſten Ton.Sagt dem, der Euch auf meine Ferſen hetzt wie einen überläſtigen Kläffer, daß Fabian Schlabrendorff nicht zu kaufen iſt und geht mir aus dem Wege! Darauf verſtummte das Geſpräch und Bernhard konnte ſtarke Tritte hören, die ſich entfernten, und denen ein wenig ſpäter andere, gemäßigtere folgten.

Von dem, was er gehört hatte, mächtig auf⸗ geregt, ſtieg er nun wieder Pferde und ritt auf die freie Straße hinaus, ohne viel auf das zu achten, was fern und nah ſeinen Blicken ſich

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