Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

242

hätte ihn gern zurückgehalten, um mehr von ihm zu hören, aber ſein Benehmen war ſo entſchieden, als er ſich abwandte und raſchen Schrittes entfernte, daß keine Hoffnung war, er werde noch Rede ſtehen. Noch hielt er unſchlüſſig mit ſeinem Pferde, als er eine fremde Stimme, vernahm welche offenbar den Fort⸗ ſchreitenden begrüßte, und er konnte nicht umhin, als abſichtloſer Lauſcher ein turzes Geſpräch zu hören, das hinter den nächſten Laubgehängen geführt wurde.

Finde ich Euch, Signor! Ihr habt Andrea Gritti geſprochen?

Das habe ich, er kennt meinen Entſchluß.

Und Ihr ſchlagt die Hand des ſchönſten und reichſten Mädchens in Brescia aus?

Ihr denkt ſehr gemein vom deutſchen Krieger, daß er mit Geld und Weibern zu kirren ſei!

Habt Ihr die reizende Fiorina geſehen?

Kann Euch gleich ſein! Ich bin kein Ueber⸗ läufer!

Ah, Ihr fürchtet Euch vor etwaiger Ge⸗ fangenſchaft vor der Strenge des Kaiſers

Ich fürchte mich ja! meine Ehre zu ver⸗ letzen! Aber Ihr ſeid frei, könnt Euren ſtarken Arm weihen, welcher Partei Ihr wollt und der