in den Kopf geſetzt hat, mir tauſend Dalmatier zu übergeben, um ſie für den geflügelten Löwen gegen die goldenen Lilien in den Krieg zu führen. Aber ich will doch lieber, ein ehrlicher Mann, vom Schwerte fallen in der Schlacht, als durch den Strick des Henkers, wenn ich gefangen werde, den Tod des Ueberläufers. Venedigs Gold und— was ſie mir ſonſt ge⸗ boten haben— reizt mich nicht!— Aber ich er⸗ zähle Euch von mir, was Ihr nicht zu wiſſen be⸗ gehrt.“— Er ſah Bernhard wieder mit dem for⸗
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ſchenden Blicke an und fragte dann zögernd:„Ihr ſeid aus Schleſien?“
„Wohl, und mein Name iſt Bernhard von Linden.“
Im Antlitze des Fremden zuckte es mächtig, obwohl er nur die Beſtätigung deſſen hörte, was ihm die Aehnlichkeit Bernhard's mit einem unvergeßlichen Bilde längſt geſagt hatte.—„Ich wußte das,“ ſprach er, und ſeine Stimme verrieth die innere Be⸗ wegung.„Daß Ihr hier wart, hatte ich ſchon er⸗ fahren, und es iſt kein Zufall, daß ich Euch in Pa⸗ dua getroffen, ſondern ich habe Euch aufgeſucht. Kennt Ihr mich nicht?“
„Solltet Ihr—“ fragte Bernhard ſchnell und vagte nicht auszuſprechen, was er glaubte.


