Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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war, als daß er der Mahnung des Unbekannten, der ihm zu Hilfe gekommen war, für den Augen⸗ blick hätte gedenken können. Erſt, als er in die freie Natur, zwiſchen die grünen Laubwälle der Wein⸗ reben gelangt war, kam er wieder zur Beſinnung und hielt an, um den Fremden zu erwarten. Er ſprang vom Pferde und ſuchte ſein aufgeregtes Blut durch vernünftige Vorſtellungen zu beſchwichtigen. Es war doch nicht möglich, daß ihm der Mann, dem er auf Treu und Glauben ſein Eigenthum anvertraut, im Ernſt dasſelbe abläugnen konnte! Vielleicht hatte ihn nur das Erinnern auf öffentlicher Straße verdroſſen, wer weiß, ob er ſich nicht einen bloßen Spaß ma chen wollen, die Italiener lieben dergleichen; jeden⸗ falls war es ja leicht, vor dem Richter, wenn er es darauf ankommen ließ, ſein Recht zu erlangen, da der Wirth doch unmöglich den Empfang abſchwören konnte In ſolchen Gedanken allmälig Beruhigung findend, hatte ſich Bernhard neben ſeinem Pferde, das er am Zügel hielt, auf einen Stein am Wege geſetzt; er mußte jedoch eine geraume Zeit warten, ehe der Landsmann als ſolcher hatte er ſich ihm ange⸗ kündigt zwiſchen den Bäumen daherkam. Wahr⸗ lich, eine achtunggebietende Erſcheinung! Bernhard erinnerte ſich nicht, einen Mann von ſo hohem und