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„Habt Ihr's vergeſſen?“ lachte Bernhard. „Den Leibgurt mit meinem Geldes“
Sprachlos ſtarrte ihn der Wirth an— dann aber Mach er los mit einer Wuth und Zungenläu⸗ figkeit, von welcher ſich nur derjenige einen Begriff machen kann, der einen Italiener in ſolcher Aufre⸗ gung geſehen hat. Kein Wort verſtand Bernhard von der Flut von Zornreden und Drohungen, die auf ihn einſtürzte; auf das Geſchrei liefen die Men⸗ ſchen auf der Straße zuſammen, fragten und ſchrieen mit, allgemein Partei für den Wirth nehmend, den ein hergelaufener Landſtreicher zum Schelm und Diebe anvertrauten Geldes machen wollte.—„Zum Salun' mit ihm! Zum Richter! giustizia in palazzo!“ tönte der Wahlſpruch der venetianiſchen Herrſchaft, der wie ein Köder in Allerwelts Munde war. Schon faßten freche Fäuſte nach ſeinem Zügel, aber der Hengſt, der ſolches von Fremden nie duldete, ſtieg in die Höhe und hieb mit den Vorderfüßen, da prellten die Angreifer aus einander, doch nur, um von der Seite den Reiter bei den Schenkeln zu packen und vom Pferde reißen zu wollen. Er zog ſein Schwert: der erſte, der ihn zu berühren gewagt, taumelte ſcharfgetroffen zurück und in demſelben Moment theilte ein rieſenſtarker Mann die Menge,


