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Zwölftes Rapitel. Das Geheimniß ⸗
Eine herbe Prüfung des Schickſals harrte des Argloſen in Padua. Der Wirth zum goldenen Stern, der ihn hatte kommen ſehen, war fluchend in die Hausthüre getreten, glättete aber ſchnell ſein Ange⸗ ſicht, daß es glänzte wie der junge Morgen, der noch nicht lange angebrochen war. Er ging dem Deutſchen entgegen, freute ſich, daß er wieder ſein ſchlechtes Haus beehren wolle, bedauerte aber, daß er heut auch nicht den kleinſten Winkel frei habe, um ihn aufnehmen zu können: hätte er gewußt, daß Illuſtriſſimv zurückkehren werde, ſo würde er ihm die ſchönſten Zimmer aufbewahrt haben.
„Wie, Herr Wirth?“ entgegnete Bernhard er⸗ ſtaunt.„Habe ich Euch nicht geſagt—
„Kein Wort!“ betheuerte der Mann und ſchnitt die ehrbarſte Fratze.
„Aber ich habe Euch doch ein Pfand gegeben? Wie ſollt' ich wieder dazu gelangen?“
„Ein Pfand, mir?“ entgegnete der Wirth, ſich aufſpreizend.
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