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„Dann würdet Ihr ſchon ausgeplündert und vorzüglich Eures guten Roſſes beraubt ſein!“ er⸗ wiederte der Dolmetſch lachend—„Dieſe guten Reiter ſind echte Türken, oder wie ſie ſich lieber nennen hören, Osmanli. Unſere Stradioten mögen ebenſo tapfer, ebenſo ſchnell ſein, aber Gott bewahre Euch vor ihnen!— Wollt Ihr dem Aga Eure Briefe an⸗ vertrauen?“— Bernhard lehnte das ab, worauf der Aga fragen ließ, was er eigentlich gewollt, daß er zu ihm herangeſprengt ſei— die Antwort, daß er ſo berühmte Krieger habe ſehen wollen, ſchien ihm zu gefallen; er nickte Bernhard freundlich zu und wandte ſein Pferd wieder zu den Seinigen zurück. Der Dolmetſch gab dem jungen Deutſchen noch den Rath, hinter Ponte di Brenta vorſichtig zu ſein, weil dort die Albaneſen oder Stradioten, wie ſie meiſt heißen, auf Streifzügen gegen Verona hin zu⸗ weilen erſchienen und ritt dann ſeinem Häuptlinge nach. Da koſtete es Bernhard einen heftigen Kampf mit ſeinem Hengſte, der durchaus dem Türken fol⸗ gen wollte, ſich wüthend bäumte und tolle Sprünge machte, aber der Reiter zwang ihn und erntete da⸗ für ein lautes Beifallsgeſchrei der Osmanen, welches hinter ihm her ſchallte, als er ſeinen Weg fortſetzen konnte.
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