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Laufe zu ſpornen, aber heiß überlief ihn die Scham fliehen, wo die erſte Gefahr auf ſeiner ganzen Reiſe, ſeit er die Heimath verlaſſen hatte, ſich ihm nahte? Was hatte er auch zu fürchten, da er auf dem Ge⸗ biete, im Bereiche der Waffen Venedigs friedlich zog, ja ſelbſt im Dienſte Venedigs, wenn er des Schrei⸗ bens gedachte, das er an den Gritti auf der Bruſt trug? Er gab alſo, der Regung folgend, die nur zu ſehr der kalten Vernunft widerſprach, dem Pferde, das
ſeinen Stammgenoſſen— auch das fiel Bernhard ein!— entgegenſtrebte, volle Zügelfreiheit und nie
hatte der ſchwarze Hengſt ein ſolches Feuer, eine ſolche Kraft ſeiner Sehnen gezeigt, als in dieſem kurzen Laufe.
Den fremden Kriegern mochte dieß Entgegen⸗ jagen imponiren, da es von einer furchtloſen Zuver⸗ ſicht zeugte, ſie machten plötzlich Halt und nur zwei kamen im mäßigen Galopp auf Bernhard zu. Der eine war offenbar der Häuptling der Schaar, das be⸗ wies die Pracht ſeiner Kleidung, der ſtolze Reiher⸗ buſch, der auf ſeinem Turban prangte— wahrhaf⸗ tig, einen Turban trug er, wie Bernhard's Groß⸗ vater die Krieger des Halbmonds geſchildert, die er ſo oft unter dem gewaltigen Matthias Corvinus be kämpft hatte! Mit dem Häuptlinge ritt ein kleiner,


