Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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der Wache der Arſenalotti erfragen könne: da werde man ihn bereitwillig führen. Er fügte noch viele mündliche Erörterungen hinzu und lud ihn dann ein, da die ſchrägern Sonnenſtrahlen den Aufenthalt im Garten ſchon zu ſtören begannen, mit ihm im kühlen Zimmer noch einen Becher Vino ſanto zu trinken, bis die Abendfriſche eingetreten, wo ſie, leider in entgegengeſetzter Richtung, noch eine Strecke Weges zurücklegen könnten.

Wunderbar, wie die Saiten der Erinnerung oft vom geringfügigen Anlaß erklingen! Wem iſt es nicht begegnet, wenn er nach langer Zeit auf eine be⸗ ſtimmte Stelle zurückkehrt, die er früher beſucht, ſei es im einſamen Walde oder im lauten Geräuſch der Reſidenz, daß ihm Gedanken, die er damals an dem⸗ ſelben Orte gehegt, ein Lied, das er geſungen, Worte, die er zu Freunden geſagt, in hellſter Erin⸗ nerung plötzlich wieder einfallen, als hätten ſie, die er längſt vergeſſen, in ſeiner Seele nur geſchlum⸗ mert, bis ſie geweckt würden? So erging es Bern⸗ hard, als der Kaufmann aus Brescia das Wort Vino ſanto ausſprach. Es zauberte ihm, wie durch einen zündenden Blitz, das Bild ſeiner Lieben in der Hei⸗ math vor, wie ſie unter der Linde, dem uralten Wahr⸗ zeichen ſeines Hauſes, vereinigt, den Erzählungen