Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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des weitgereiſten Mannes lauſchen, der ihnen die Wunder Italiens, ſeine Schönheiten und Genüſſe ſchildert. Er hörte den gemüthlichen Haugwitz den Vino ſanto preiſen, deſſen Namen er zuerſt aus ſei⸗ nem Munde vernommen, er ſah die theuren Eltern neben ihm, den ehrwürdigen Greis, der aus ſeinem reichen Leben wohl andere und wichtigere Dinge zu berichten hatte, er ſah das ſtille Antlitz ſeiner Schwe⸗ ſter und an ihrer Seite ein Engelsangeſicht, vom goldenen Haar umwallt, wie von einem Heiligenſcheine, das tiefblaue Auge antheilsvoll auf den Erzähler gerichtet, der ihr eine unbekannte Welt erſchloß.

Ich danke Euch, Herr Marani, ſagte Bern⸗ hard mit ſeltſam bewegter Stimme.Vergönnt mir, ohne längeres Säumen aufzubrechen. Eure Briefe werde ich treulich beſtellen. Sagt Signora Fio⸗ rina mein Lebewohl, auch ihren Gruß an den Vater will ich ſorgſam ausrichten.

Marani ſah ihn lächelnd an:Ihr könnt Euren Irrthum noch immer nicht überwinden: meine Tochter heißt Francesca, lieber Herr, und Filippo's Tochter Fiorina iſt todt.

Laßt uns nicht unwahr von einander ſcheiden, bat Bernhard.Fiorina hat mir ſelbſt alles ge⸗ ſagt, bei mir iſt das Geheimniß ganz ſicher.