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Franzoſen aufſpürten— ſeht, ich vertraue Euch alles, Bernardo, Ihr werdet Fiorina nicht verrathen. Nun hört weiter. Ihr habt erzählt von deutſchen Kriegern, die aus Tirol kommen, von neuen Anſchlä⸗ gen— das ſchreibt mein Oheim dem Gritti, damit er Fleiß und Eile verwende, und Ihr ſollt den Brief überbringen. Ein gefährlicher Auftrag jetzt, wo Ihr leicht mit ſtreifenden Feinden zuſammentreffen könnt — darum, Bernardo, lehnt ihn ab. Wenn Ihr in Feindes Hand fallet, und ſie finden die Briefe bei Euch, ſeid Ihr verloren und auch unſer Geheimniß iſt verrathen; ich habe vergebens meinem Oheim Vorſtellungen gemacht, er ſpottet meiner Frauenfurcht und will nichts hören. So nehmt Ihr denn meine Warnung an, verweigert den Dienſt!“
„Ich habe ein Verſprechen gegeben, und breche das nie,“ erwiederte Bernhard.„Euer Geheimniß ſoll aber auch ſicher ſein, ich habe gute Augen, die Ge⸗ fahr von weitem zu erkennen, und mein Pferd iſt ſchnell wie ein Vogel. Würde ich aber auch gefan⸗ gen, ſo vernichte ich die Briefe, ehe ich ſie mir neh⸗ men laſſe.“
„Glaubt Ihr, daß ich nur das Geheimniß, nicht auch Euch bedenke?“ ſagte Fiorina wieder mit dem


