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von ihrem Vertrauen ſelig und tief ergriffen. Warum dieß ſchreckliche Wort?“
„Todt mußt' ich ſein— o fragt mich nicht! Das kann ich Euch nicht ſagen— einmal bin ich gerettet worden, ſonſt wäre ich eher dem Tode ver⸗ fallen, als daß ich gelebt hätte, ein Fluch meines Volkes!“ Ihr ſchwarzes Auge blitzte, ihr Antlitz wurde ſtreng und bitter, aber gleich ebneten ſich wieder die zürnenden Wellen ihrer Stirn und mit einem Blicke ſtrahlender Milde ſah ſie Bernhard in das Auge, das nicht einen Moment von thr ließ.
„Ich will aber nicht von mir ſprechen, ſondern von Euch. Mein Oheim hat uns zu trennen ge⸗ glaubt, damit ich nicht reden ſollte, was ihm gefähr⸗ lich ſcheint. Ihr aber könnt kein Verräther ſein, nicht wahr, Bernardo?“ Sie reichte ihm die Hand, deren Berührung ihn durchzuckte.—„Mein Oheim ſchreibt Briefe, die er Euch mitgeben wird, da Ihr nach Venedig geht, einen an meinen Vater und den andern an den Feldherrn Andrea Gritti, der uns mit einer ſchnellen Schaar heimlich, ehe es der Feind ahnt, zu Hilfe kommen ſoll, um Bresecia zu befreien. Das hat mein Oheim mit den Herren im Palazzo ducale verabredet, deßhalb iſt er nach Venedig ge⸗ kommen auf Gefahr ſeines Lebens, wenn ihn die
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