Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Ghibellinen ſich bekämpft baben?“ entgegnete der Vater.„Lauerte da der Verrath nicht in jedem Hauſe, brannte die Zwietracht der Parteien nicht in jeder Stadt? Heil Venedig, daß ſie dem Grauen ein Ende gemacht hat wenigſtens auf ihrer Terra ferma! Möge ſie auch die äußeren Feinde wieder über Var und Rhöne jagen! O Freund, wenn der Kaiſer wollte! Wenn er Frieden ſchlöſſe mit uns, dem unnatürlichen Bunde mit Frankreich entſagte, abriefe ſein Kriegsvolk, das um franzöſiſches Geld unter den goldenen Lilien dient! Schon ſind auch die Schweizer zu Feinden Frankreichs geworden, der Untergang des Königs wäre gewiß und wie in alter Zeit möchte dann jenſeit des Mincio der Adler des römiſchen Reiches wieder gebieten!“— Er hatte ſich auch hin⸗ reißen laſſen, der alte ſchlaue Bürger von Brescia, ritt aber nun ſeinem Diener entgegen, der mit der be⸗ ruhigenden Meldung zurrückkam, daß in Monſelice alles ſicher ſei und die Renner der Kaiſerlichen, welche ſonſt wohl von Vicenza und Verona bis hieher geſtreift, ſich nicht mehr ſo weit wagten, ſeit ſich die Stradioten dazwiſchengeworfen. Mit dieſen leichten Reitern konnten ſich keine andern meſſen. Die Reiſe⸗ geſellſchaft zog alſo in die kleine Stadt ein, um ihre Mittagsraſt zu halten. 14*