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wenn es vergeſſen werden kann, das bleibt lieber unbeſprochen. Hätte es der Anlaß gegeben, ſo würde Dir kein Geheimniß daraus gemacht worden ſein, denn Chriſtine hat keine Urſache, was ſie gethan, zu verbergen.“
„Nun aber iſt der Anlaß da, Bernhard,“ erwie⸗ derte ſie.„Glaube nicht, daß ich aus häßlicher Neu⸗ gier frage. Ich habe Chriſtinen ſo lieb, ſoll ich nicht
wiſſen, was ſie trauriges erlebt hat?“
„Wäre es nicht am beſten, Bärbel,“ entgegnete er,„ſie erzählte Dir alles ſelbſt?“
„Gewiß! Aber wird ſie das thun und kann ich ſie fragen? Du haſt es mir verſprochen, Bernhard.“
„Sieh, wie ſchlau Du mir auf Treu und Glau⸗ ben ein Verſprechen abgenommen haſt!“ rief er lä⸗ chelnd— in demſelben Moment ſah er, wie Bärb⸗ chen ſich raſch von ihm abwandte, und gleich darauf ihr liebliches Köpfchen über der Mauerkrone verſchwand. Er glaubte die Stimme ſeiner Mutter zu hören, und war unſchlüſſig, ob er ſich nicht auch bemerkbar ma⸗ chen ſollte, um den Zufall, der ſein Geſpräch mit Bärbchen veranlaßte, nicht in ein verfängliches Licht zu ſtellen, da er ſich der geſtrigen Frage ſeiner Mutter erinnerte. Aber es iſt ſchon übel, daß er überhaupt ein ſo ganz natürliches Verhältniß nicht mehr harm⸗


