Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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los betrachten konnte, daß er eine Begegnung, ein Geſpräch ohne Zeugen mit ſeiner Kouſine erklären und rechtfertigen wollte, und ſo zog er denn lieber den Zügel ſeines kleinen Schimmels an und lenkte ihn auf den Dorfweg zurück, den er nun im raſchen Trabe verfolgte.

Auf der Plateform erſchienen kurz darauf mit dem wiederkehrenden Mädchen zwei Andern.„Dort reitet er ſchon,“ ſagte Bärbchen.„Ich habe ihm geſagt, daß er ſich heute verſpätet hat und daß Du mit dem Frühſtück auf ihn warteſt.“— Die Mutter, zu welcher ſie dieß ſprach, blickte ihrem Sohne nach, welcher eben um die Hecken bog und dann nicht mehr zu ſehen war, ihr Begleiter aber ſagte neckend

„Seht doch! Das iſt ja ein ganz italieniſches Stücklein geweſen: die Dame auf dem Balkon, huld⸗ reich herniederſchauend und unten der Kavalier, wel⸗ cher ihr ein Morgenſtändchen auf der Mandoline ge⸗ bracht hat und damit ihr holdſelig Antlitz an die Friſche gelockt zu einem angenehmen Discorſo.“

„Der Bernhard möchte ein ſchlechter Zitherſpie⸗ ler ſein, Herr von Haugwitz,“ erwiederte Frau Wanda ohne ihre Nichte anzublicken, welche bei dem Scherze erglüht war.„Auch gibt dieß verfallene Gemäuer einen ſonderbaren Balkon ab und italieniſch dürfte