Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Mutter ſchnell ab.„Ich hoffe es ganz gewiß— gute Nacht!“ Bernhard küßte ihr die Hand und ent⸗ fernte ſich.— Frau von Linden fand ihren Gatten noch wach und auf die Meinungsäußerungen ſeiner Frau gefaßt, die er erſt in aller Geduld, wie gewöhn⸗ lich, hinnehmen wollte, ehe er ſeinen Abendſegen ſprach und ſich zu unerweckbarem Schlaf auf das Ohr legte. Er ſaß alſo noch im Bette aufrecht und hatte die Nachtmütze vor ſich liegen.—„Du bleibſt ja heute recht lange auf, Mutter,“ empfing er die Gattin.

„Hältſt Du mich wirklich für ſo phlegmatiſch, daß ich ſchlafen könnte, ehe ich wüßte, was unſer Kind ſo nahe betroffen hat?“ entgegnete Wanda.

„Ach Gott, der Erdmann hat ſich nichts dabei gedacht— den mußt Du erſt kennen lernen! Einen beſſern Freund habe ich nicht auf der Erde, der gäbe ſein letztes für mich hin. Du weißt ja auch, was ich Dir alles von ihm erzählt habe.“

„Das haſt Du gethan, Linden, und es gehört keine große Menſchenkenntniß dazu, um Deinen Erd⸗ mann bald zu durchſchauen. Der Schlabrendorff, von dem er erzählte, iſt wirklich Fabian.“

„Alſo richtig!“ ſagte Linden.„Wie doch Men⸗ ſchen zuſammenkommen können!“

Sie hätte vor dieſer gleichmüthigen Bemerkung 3*