Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

Erwähnt er aber auch den Namen noch einmal, ſo kann er nicht mehr den Eindruck machen als heute, wo er ganz unerwartet, unvorbereitet traf.

Die Mutter gab ihm recht und ließ ſich nun ausführlich berichten, was er von Haugwitz vernom⸗ men hatte. Sie gerieth in tiefe Bewegung, als er ihr die Worte wiederholte, welche der Mann, der in ſo naher Beziehung zu ihr geſtanden, in der Ferne über ſeine Vergangenheit geäußert haben ſollte zu bezweifeln waren ſie nicht, im Gegentheil hätte Frau Wanda vielleicht ergänzen können, was er nicht ausgeſprochen hatte.

Es iſt gut ſo, mein Sohn, ſprach ſie, nach⸗ dem ſie alles wußte.Deine Schweſter hat die ſchwere Prüfung, die ihr in jüngeren Jahren auf⸗ erlegt war, längſt überwunden, ſie wird auch dieſe unglückliche Erinnerung überwinden und morgen ſo ruhig und ſo verſtändig ſein wie immer. Du haſt Dich klug und geſchickt benommen, mein Sohn. Schlaf wohl, ſchlaf ſüß, mein Bernhard ſetzte ſie zärtlich hinzu.Bewahre Dich der Himmel vor Ver⸗ ſuchung und erhalte Dein Herz noch lange frei. Es iſt doch noch frei, Bernhard?

Ein leichtes Erröthen ſtieg in dem Antlitze des Sohnes auf und ehe er antworten konnte, brach die