ch
en ie ter en,
zuweilen ſchon in ihm erwacht ſeien, worüber ſich morgen noch mehr ſprechen laſſe. Damit ſchieden veide als gute Freunde, und Bernhard eilte nach dem Tafelzimmer zurück, wo er ſeine Mutter ganz allein, in tiefen Gedanken am Kamin ſitzend, noch fand. Sie blickte ſinnend zu ihm hinüber, als er eintrat, und gleichſam zum Bewußtſein kommend, erhob ſie ſich raſch.
„Es iſt, wie Du Dir gedacht haſt,“ ſagte Bern⸗ hard mit weicher Stimme.
Sie machte eine unwillkürliche Bewegung mit der Hand, als wolle dieſe zum Herzen zucken— ſchweigend ſah ſie dem Sohn in das Auge, um nach deſſen Ausdrucke zu forſchen. Was ſie bemerkte, ſchien ſie aber zu beruhigen, denn ſie athmete freier, als ſie Worte fand.„Alſo wirklich! Meine arme Chri⸗ ſtine! Welch' ein unglücklicher Zufall, daß er dieſe Erinnerung wecken mußte, ohne zu ahnen, was er damit that! Er ahnt es doch nicht, Bernhard? Ver⸗ ſchweige mir nichts, was Du von ihm erfahren haſt!“
„Nein, liebe Mutter, er hat keine Ahnung, daß uns ſeine Erzählung berührt, und wird auch wohl nicht wieder darauf zurückkommen, da ich nun alles, was er darüber weiß, erfahren habe und er, wie es ſcheint im Erzählen unerſchöpflich an neuem Stoff iſt. 1857. VI. Heimath und Ferne. J. 3


