Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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klirrten, und verließ, von Bernhard begleitet, das Zimmer.

Eine gute Seele! ſprach der Hausherr, wel⸗ chem vor der unausbleiblichen Erörterung mit ſeiner Frau über den alten Freund nicht ganz behaglich zu Muth war und der ſie gern vor den beiden Mäd⸗ chen abgemacht hätte. Frau von Linden ſchien aber nicht geneigt dazu, bis ſie mit ihm allein war.

Bernhard führte den Fremden nach dem Gaſt⸗ zimmer, deſſen Wohnlichkeit ihm einen lauten Aus⸗

ruf des Behagens entlockteJa, das verſtehen frei⸗

lich nur unſere deutſchen Hausfrauen! ſagte er.Denn Eure Frau Mutter, mein lieber junger Freund, iſt doch jetzt auch eine Deutſche, wenn ſie auch polniſcher Abkunft iſt. Wir Schleſier ſind ja alle aus polniſchem Geblüte entſproſſen.

Nicht alle, Herr von Haugwitz, entgegnete Bernhard lächelnd,mein Geſchlecht, wie mein Name ſind echt deutſch.

Linden, freilich auch meinte ich eigentlich nur die Ureinwohner, nicht die Eingewanderten. Aber laſſen wir das. Setzt Euch noch ein Bißchen her, wie? Schläfrig könnt Ihr doch noch nicht ſein, es iſt, glaub' ich, kaum neun Uhr im Süden fängt das Leben jetzt

erſt an. Das iſt freilich auch ein anderes, das ſolltet