Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Ihr kennen! Ich ſag' Euch, für ein junges Blut iſt es wie ein Zauber. Die Luft ſo weich und mild, der Himmel am Tage ſchon wie von dunkelblauem Kryſtall, Nachts ganz ſchwarz, aber beſäet mit Ster⸗ nen, ſo groß und funkelnd, daß man glaubt, es ſeien gar nicht dieſelben, die man hier ſo klein und matt blinkend ſchaut wie Stecknadelknöpfchen und dann der Wohlgeruch, der in der Luft ſchwimmt, von Orangenblüthen, aber was red' ich von todten Dingen: Luſt und Leben der Menſchen ſolltet Ihr ſchauen! Auf dem Balkon ſitzen ſchöne Frauen, von goldenen Lampen, die über ihnen an den Säulenknäufen ſchwe⸗ ben, dämmernd beleuchtet, unten auf der Straße, auf allen Plätzen ſchwärmt es von munterm Volk, das tanzt und neckt ſich und ſingt ſingen müßt Ihr ein italieniſches Mädchen hören, das vergeßt Ihr Euer Lebtag nicht und wenn Ihr kein Haar mehr auf Eurem Kopfe habt wie ich!

Ein deutſches Lied würde mir doch immerdar beſſer gefallen, ſagte Bernhard, durch dieſe letzte Wendung aus allem Reiz der Poeſie, der unbewußt dem Erzähler in deſſen Stoff lag, wieder ernüchtert.

Man ſieht, daß Ihr noch keine Italienerin geſehen und gehört habt! verſetzte Haugwitz.Wenn ſie blos ſpricht, klingt es ſchon wie Muſik und