Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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dem Heere, das die Franzoſen ſchnell zuſammen⸗ gebracht hatten, um ihren Antheil von der venetiani⸗ ſchen Beute vorwegzunehmen. Und da lernte ich eben den ſtarken ſchönen Sachſen kennen, deſſen Namen weder Franzoſen noch Italiener ausſprechen konn⸗ ten: er hieß Schlabrendorff. Kennſt Du ihn viel⸗ leicht, Heinrich? Du fuhrſt ſo auf unterbrach ſich der Erzähler ſelbſt.

Ihr irrt Euch, Herr von Haugwitz, antwortete ſtatt des ſich offenbar beſinnenden Gatten Fran von Linden.Wir haben in Sachſen gar keine Ver⸗ bindungen.

Es hätte mich auch gewundert, fuhr Haugwitz fort.Denn, ſoviel ich von ihm gehört habe, iſt er ſchon zehn, zwölf Jahre oder noch länger, aus Deutſch⸗ land ausgewandert und denkt nicht eben freundlich über ſein Vaterland. Wundert Euch das, Path⸗ chen? Ihr ſeht mich ſo ganz abſonderlich an ja! lachte et.Dem mag wohl zu Hauſe in Sachſen, wo die ſchönen Mädchen wachſen, Eine ein arges Herzeleid angethan haben, daß er Deutſchland den Rücken gekehrt hat und nichts mehr davon wiſſen will. Die ſchwarzäugigen Lombardinnen werden ihn aber ſchon tröſten, denk' ich der ſtrenge Blick der Hausfran ſcheuchte ihn ſchnell von dem Abwege