und rein wie die ſeinige, und das Profil ihres Ant⸗ litzes zeigte, gleich dem des Greiſes, die edelſte grie⸗ chiſche Linie. Es that der Aehnlichkeit beider keinen Eintrag, daß der Enkelin Haar ſchimmerndem Golde glich, während er ſchon Silber trug, ebenſo wenig, daß ihr Wuchs nicht Mittelgröße überſtieg und er zu den hochgewachſenſten Männern zählte.
Sehr verſchieden von dieſem waren die andern beiden Paare, welche mit im Kreiſe um den Tiſch ſaßen, der unter der Linde zur Abendruh für die Fa⸗ milie ſtand. Der Schloßherr war breiter und mäch⸗ tiger gebaut als ſein Vater, aber er trug ſich ſchon ziemlich gebückt, ſein Geſicht hatte nur eine entfernte Aehnlichkeit mit ihm, es war voll und braun und hatte einen ſehr gutmüthigen Ausdruck, aber ihm fehlte der vornehme Geiſt, der aus jedem Zuge des Greiſenantlitzes ſprach, ſein Haar war blond, ſtark mit Grau gemiſcht und ſchon ſpärlich auf dem Scheitel; ein ins röthliche ſpielender, rund geſchnit⸗ tener Bart zog ſich um Kinn und Mund. Glich er alſo nur wenig ſeinem Vater, ſo waren ihm ſeine beiden Kinder, die getrennt auf den beiden kurzen Seiten des Tiſches ſaßen, vollkommen unähnlich, und in ihrer Art wieder Ebenbilder der Mutter, welche ſich neben ihm mit einer feinen Goldſtickerei beſchäf⸗


