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ſcheinbar ſchwerere Verſchuldung, die nun aufgeklärt war und Einen in des Kaiſers nächſter Umgebung traf, an dem unſchuldigen Haupte ſeines Lienhard gethan. Damals hatte er ihn durch einfache Entlaſſung noch zu ſchonen vermeint. Heut ſann er darauf, wie er im Lohn ſeiner Treue ſich ſelbſt überbieten könne und das heitere Lächeln, das bei dem Ge⸗ danken daran ſeinen Mund umſchwebte, ſchien zu verrathen, daß er dieſen Lohn gefunden habe. Aber Lienhard war nicht zu finden. Sollte er, in ſtillem Bewußtſein gerech⸗ ter That, ſich aus Wien entfernt haben, nun Alles voll⸗ bracht war, woran er ſo kräftig gewirkt?
Am folgenden Tage begann das Geſchütz gegen die Burg zu ſpielen, bald war eine Breſche in die Mauer ge⸗ legt und die Bürger, ohne abzuwarten, bis dieſe Lücke gang⸗ bar gemacht worden war, liefen Sturm. Sie wollten den Schwaben, welche mit dem Könige gekommen waren, und den Unter⸗Oeſterreichern, die ſein Heer überall verſtärkt hatten, die Ehre nicht laſſen. Schon wehte der kaiſerliche Adler auf der Höhe der Sturmlücke:„Das iſt der Hel⸗ fer!“ jauchzten die Bürger dem kühnen Manne zu, der das Panier dort aufgepflanzt hatte und mit dem blutigen Schwert gegen die andringenden Feinde vertheidigte. Er war es, Venhard Helfer, und König Max erkannte ſeinen Getreuen wohl! Schon war er, den zweiten Gewalthaufen, gegen alle Vorſtellungen der Seinigen, zur Unterſtützung


