Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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ſeinen Dank bringen wollte. Er hatte das Viſir ſeines gekrönten Helmes aufgeſchlagen, die goldenen Locken fielen ihm zu beiden Seiten auf die Halsberge herab, in üppiger Fülle ſein weiß und roth gefärbtes Antlitz, mit den milden einnehmenden Zügen, umwallend, die braunen, lichten Augen blickten freundlich auf die Menge, auf den blühenden Lip⸗ pen, über welche nie ein Fluch oder eine Gottesläſterung gegangen, thronte das Lächeln der Gnade, deren ſelbſt Feinde theilhaftig wurden, die den großmüthigen Fürſten bitter gekränkt hatten. Das war Maximilian von Habs⸗ burg, der Stolz von Deutſchland, der zweite Begründer von Oeſterreichs Macht, der letzte Ritter, wie ihn eine ſpätere Zeit genannt hat. Er brachte die Zeit des Segens.

An dem Rieſenportal der Stephanskirche empfing den römiſchen König die Geiſtlichkeit im höchſten Ornat, an ihrer Spitze der zurückgekehrte Erzbiſchof, welchen Mat⸗ thias Corvinus, weil er dem Kaiſer treu war, die Verwal⸗ tung des Kirchenſprengels entzogen hatte. Ein feierliches Tedeum wurde gehalten. Dann bezog der Held die Woh⸗ nung, die ihm bereitet war, und traf Anſtalten zur Bela⸗ gerung der Burg. Man hatte ihm wohl den Namen des Mannes genannt, der den kaiſerlichen Adler zuerſt auf dem hohen Markte erhoben hatte, und er kannte dieſen Namen nicht erſt von jetzt. Sein edles Herz drängte ihn, zu ver⸗ gelten mit überſchwenglichem Lohne, was er einſt, auf