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fen und machte ſie mit ihrem Kopfe verantwortlich, daß keine Verbindung mit dem Erzherzoge gepflogen werde. Wenig fehlte, ſo hätten ſie ihm die Rädelsführer, wie er ſie nannte, unter ihnen Lienhard Helfer, ausgeliefert. Aber er entließ ſie, als ſie ihm ihre Unſchuld betheuerten, und warf nur in aller Eile vierhundert Mann in die Burg, während ſchon der kaiſerliche Adler von kühner Hand auf dem hohen Markt erhoben wurde. Da ſank dem Statt⸗ halter der Muth, er wagte den Straßenkampf gegen die Kraft eines treuen Volkes nicht, das ſchon auf den Ruf der Glocken von allen Thürmen zu den Waffen eilte, ſondern rettete ſich mit ſeiner Frau und ſeinen Schätzen auf ein Schiff, das ihn nach Ofen trug, während der Reſt der Be⸗ ſatzung landwärts abzog. Mit unermeßlichem Jubel wurde des Kaiſers Name mit dem ſeines ritterlichen Soh⸗ nes durch alle Straßen gerufen und eine Geſandtſchaft eilte auf raſchen Pferden nach Kloſterneuburg, wo der ju⸗ gendliche Held ſchon ſtand.
Wer möchte den Eindruck beſchreiben, als Maximi⸗ lian, der edle„Theuerdank,“ ſeinen Einzug in das befreite Wien hielt: das Volk empfing ihn wie einen Gottgeſand⸗ ten, Mütter hielten ihre Kinder empor, den König zu ſchauen, der einſt ihr Herr ſein werde, Segenſprüche von Tauſen⸗ den, gemiſcht mit donnerndem Zuruf, begleiteten ſeinen
Weg zur Stephanskirche, wo er zuerſt dem Allerhöchſten


