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Königin, wie von dem Stadthalter Zäpolya alle Maßre⸗ geln getroffen, um eine Erhebung des Volkes unmöglich zu machen und die unruhigen Zeichen, die ſich ſofort regten, ſogleich zu unterdrücken.
„Jetzt iſt es an Euch, amice,“ ſprach der Bürger⸗ meiſter zu Lienhard, deſſen er nach längerer Bemühung endlich habhaft wurde.„Ihr habt mehr Anhang, als Ihr zugeſteht.“
„Und was erwarten Eure Geſtrengen von mir?“ fragte Lienhard.
„Ruhe,— friedliches, ſtilles Verhalten der Bürger⸗ ſchaft! Bedenket, was Ihr ſelbſt dem Könige verdankt! Wir ſind in der Gewalt eines unbarmherzigen Feindes, — wenn jetzt der Pöbel ſich hinreißen ließe, welch' ein un⸗ ermeßliches Unglück würde über die Stadt kommen!“
„Für den Pöbel macht mich nicht verantwortlich,“ erwiederte Lienhard ruhig.„Ich glaube unter den Bür⸗ gern einige Freunde zu beſitzen, die auf meinen Rath hören, das iſt Alles. Ihr legt mir eine Wichtigkeit bei, die ich nicht verdiene. Der verſtorbene König hat es wohl mit mir gemeint, aber ich habe ihm nie verhehlt, daß ich nim⸗ mer“— hier hob ſich unwillkürlich des jungen Mannes Stimme,—„unſerm angeſtammten Herrn abtrünnig werden könnte. Und kommt die rechte Stunde, ſo muß ein Jeder, der's treulich meint, Alles daran ſetzen, mag


