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riſchen Umgebung war dabei auf den niedriggeborenen Deutſchen gefallen, um den der König alle Hoheit ſeiner Würde fallen ließ,— war er denn nur gegen fremde Für⸗ ſten und ſeine Magnaten König? Einer jedoch nickte Lien⸗ hard freundlich zu und als des Königs Sänfte wieder auf⸗ gehoben und fortgetragen wurde, nahte ſich der Ungar dem Deutſchen und gab ihm die Hand, es war Stephan Marczay.
„Beſucht mich auf meinem Schloſſe Hatvär bei Ko⸗ morn,— auf Pfingſten feiere ich meine Hochzeit. Ahnt Ihr, mit wem?“
Lienhard ahnte es wohl, aber Marczay mußte Helena's Namen ausſprechen, und nahm den offenen und freudigen Glückwunſch eben ſo an.—„Iſt der König krank?“ fragte Lienhard.
„Ein wenig Podagra!“ lachte Marczay.„Das geht vorüber.“
Gottes Wege ſind wunderbar. Am dritten Tage nach dieſer Begegnung verbreitete ſich mit Blitzesſchnelle das Gerücht in der Stadt, daß der König vom Schlage getrof⸗ fen ſei, es war verheimlicht worden ſeit Palmſonntag, wo es ihn, nachdem auch er die Kirche beſucht, danieder gewor⸗ fen und der Sprache beraubt hatte, jetzt ließ es ſich nicht länger verhehlen und Wien erfuhr den Tod des Königs. Aber ſchon waren von Seiten der klugen und entſchloſſenen


