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Gotthard von Starhemberg zu behaupten, mit Hülfe des treuen Adels.
In Wien machten dieſe Nachrichten von außerhalb wenig Eindruck. Man wagte nicht mehr auf einen Um⸗ ſchwung der Dinge zu hoffen, und ſelbſt in den Werkſtätten der Bürger, wo manch' freies Wort geſprochen wurde und die Anhänglichkeit zu dem angeſtammten Herrſcherhauſe treu fortlebte, fand Lienhard wenig Gehör, wenn er auf die rechte Stunde vertröſtete. König Matthias hatte ſein Hof⸗ lager förmlich zu Wien aufgeſchlagen und auch ſeine junge Gemahlin weilte hier; er war ſeiner Eroberung ganz ſicher. Den übelſten Eindruck machte es, daß Bürgermeiſter und Rath vor allen Kundgebungen mißvergnügter Geſinnung ängſtlich warnten, und man ſah es für das Aufgeben einer verlornen Sache an, als der Helfer aus der Landskrongaſſe, der ziemlich bekannt geworden war, eine Stelle beim Rath annahm, die er mehrmals Herrn Ibermann ſelbſt abge⸗ ſchlagen hatte. Der Bürgermeiſter gratulirte ſich, einen ſo gewandten Unterhändler gewonnen zu haben, der beim Könige, wie ſich Jedermann bei einer Begegnung auf öffent⸗ licher Straße überzeugen konnte, in hohen⸗Gnaden ſtand. Welche Stelle Lienhard eigentlich bekleidete, wußte Nie⸗ mand; er unterſtützte den Stadtſchreiber, hatte mit dem Seckel⸗ und Hubmeiſter zu thun und war auch in Aufträ⸗ gen des Rathes zuweilen im königlichen Vorzimmer zu ſehen.


