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lich zur That werden zu laſſen. Und noch ein volles Jahr verſtrich darüber; auf einem dritten Reichstage zu Nürn⸗ berg berieth man ſich zwölf Wochen, ohne ſich zu einigen, bis der Kaiſer im Unwillen zu verſtehen gab: wolle man nicht helfen, ſo möge man es lieber rund heraus ſagen. Da, als er einen von den Fürſten nach dem andern einzeln fragte, kam es zu Stande, was mit dem vielköpfigen Reichs⸗ tage wohl nimmer geſchehen wäre. Aber das treue Oeſter⸗ reich war unterdeſſen auf die eigene Kraft gewieſen und dem Sieger von Wien, der unterdeſſen auch in Steier⸗ mark reißende Fortſchritte machte, nicht gewachſen. Er, der König, verfügte mit unbeſchränkter Machtvollkommen⸗ heit über die Staatskräfte ſeines weiten Reiches, bei ihm die Einheit des Willens, die keinen Einſpruch duldete, bei ihm die ungetheilte, durch keinerlei innere Hemmniß be⸗ ſchränkte Gewalt. Und dennoch hielte ſich Wiener Neu⸗ ſtadt ſchon ein ganzes Jahr gegen ihn und ſchlug jeden Sturm ab, bis der Hunger endlich die„allzeit getreue“ auch zur Uebergabe zwang. Der König ehrte ſie wegen dieſer Treue und Tapferkeit ſo, daß er den Bürgern ſein Bildniß ſchenkte, welches dort noch aufbewahrt wird und das ähnlichſte von allen ſein ſoll, die man von Matthias Corvinus beſitzt. Krems dagegen, von ge⸗ ringerer Macht belagert, widerſtand noch und auch im Land ob der Ens wußte ſich der Landeshauptmann


