Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Du weißt. Da iſt denn alle Sorge für Dich getragen worden. Er beobachtete den jungen Mann wiederum mit geſchärften Blicken und der Farbenwechſel ſeiner Wan⸗ gen bei dem Namen Serenyi entging ihm nicht.

Du heißeſt Lienhard fuhr der König fort und es war in dem plötzlichen Uebergange zu neuen Ver⸗ lockungen keine rechte Gedankenverbindung bemerkbar. Ich könnte Dich zum Edelmann meines Reiches machen, könnte Dir ein ſtattliches Burglehen geben, deſſen die Schurken, welche aus ſchnöder Habſucht freiwillig ihren Herrn und Kaiſer verlaſſen haben, nicht werth ſind Du würdeſt Deinem neuen Adel Ehre machen, den Du aus eigner Kraft Dir gewonnen, und aus den ſtolzeſten Töch⸗ tern des Landes könnteſt Du Dir die Braut wählen, keine würde Dich verſchmähen! Auch ich, junger Menſch, bin kein geborner König, ſondern verdanke, nächſt Gott, was ich errungen habe, dem Ruhme meines Vaters und der eigenen Kraft. Willſt Du mir dienen?

Mein König und Herr, erwiederte Lienhard, von den Worten des Fürſten bewegt,wär' ich Euer Unter⸗ than, Ihr ſolltet für ſoviel Huld keinen Undank ernten. Aber ich kann meinem angeſtammten Herrn nicht abtrünnig werden.

Abtrünnig! wiederholte der König.Du ſollſt nicht gegen Deinen angeſtammten Herrn ſtreiten, ich will