Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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ihnen, ſie ganz von Land und Leuten zu jagen, wenn ſie auf Vorrechte pochen wollten, deren nur ein echter und treuer Mann theilhaftig werden könnte. Wie vernichtet entfernten ſich die Beiden, aber an der Thüre fiel ein Blick Dietrich's auf den mächtig ergriffenen Zeugen dieſer Scene und loderte ſogleich wie eine Flamme auf; ſagen durfte er jedoch nichts. Als der Page hinter ihnen die Unglücks⸗ pforte geſchloſſen hatte, fragte Diez mit einem Fluche: Haſt Du ihn geſehen, Kunz?

Es war der Lienhard, Dein Pfauhahn! Ob er den belohnen wird, daß er die Wiener wie ein Hatzhund gegen ihn alleweil aufgebellt? Ich wollte, Diez, wir ſtänden drüben.

Dietrich ſah ſich vorſichtig um, dann ſagte er heimlich und zähneknirſchend:Wenn er uns mit Füßen tritt, ſo mag er ſich hüten! Er ſteckte ſeinen Arm in den des Freundes und riß ihn ſchweigend mit ſich fort.

Jetzt red' ich mit Dir, mein Sohn, ſagte der Kö⸗ nig unterdeſſen zu Lienhard mit völlig verwandelter Stim⸗ mung.Du kennſt Stephan Marczay, der Dich einſt von Kornneuburg in mein Lager geleitete. Es war Dein Glück, daß er Dich wieder erkannte, als Du vor ſeinen Augen niedergehauen wurdeſt, nachdem Du Dich mit drei meiner Beſten herumgeſchlagen. Er ließ Dich aufheben und em⸗ pfahl Dich dem Grafen Serenyi, meinem Vetter, wie