Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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wieder erkannt, ſo gut ſein Gedächtniß ſonſt für Alle war, die ihm jemals nahe gekommen.

Tritt näher, mein Sohn, ſagte er gütig.Du haſt ein tapferes Herz. Wahrhaftig, wenn ich der deutſche Kaiſer wäre, oder der römiſche König Max, den ſie jetzt zu Frankfurt gewählt haben, ich ſchlüge Dich hier auf der Stelle zum Ritter. Von mir würdeſt Du es nicht an⸗ nehmen.

Er blickte den Gefangenen ſchärfer an.Du haſt zwei Narben auf der Stirn, die machen ein burgundiſches Kreuz, wo ſie ſich ſchneiden: das Wappen Deines Herrn. Giebt er Dir für Deine Treue nicht ein eigenes Wappen, ſo verdient er keine Diener zu haben, wie Du. Es giebt Manche, die mit mir gegangen ſind von deutſchem Adel, denen ſollten billig ihre Wappen zerbrochen werden.

Ein Kämmerling brachte dem Könige in dieſem Angenblicke eine Meldung, welche dieſer zurück wies:Sol⸗ len warten, ſind ganz am rechten Platze unter den Soldknechten, an meinem Thron werden ſie nimmer ſtehen! Doch ehe der Kämmerer den Angemeldeten die ungnädige Abfertigung hinaus trug, rief der König:Laß ſie nur kommen. Ich will thun, was recht iſt. Tritt zurück, mein Sohn. Mit Dir red' ich nachher.

Der Gefangene trat wieder an die Thüre zurück, durch welche eben zwei Herren eingelaſſen wurden. Sie