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Wochen vergingen und bereits wieder milde Frühlings⸗ lüfte wehten, ehe er ganz außer Gefahr war.
Was hatte ſich unterdeſſen ereignet in der Welt! Er kannte ihr Antlitz nicht wieder, als es ihm endlich vergönnt war, das Haus, wo er ſo lange darnieder gelegen hatte, zu verlaſſen. Es war nicht in Wien, ſondern in der Nach⸗ barſchaft. Jetzt hatte man ihm, nachdem er bereits ſeit einiger Zeit vom Lager erlöſt und in freier Luft des Gar⸗ tens täglich ſich bewegend, erſtarkt war, einen Wagen ge⸗ ſendet, auf welchem er in die Stadt gebracht werden ſollte. Daß er gefangen worden, wußte er; der bewaffnete Ma⸗ gyar, welcher ſeinen Wagen geleitete, hätte ihn auch ſonſt daran erinnert. Wohin er gebracht werde war ihm gleich⸗ gültig: er hoffte ja nun auch befreit zu werden, da Alles ein Ende genommen hatte, wie er auf jedem Schritt ſeines Weges bemerken konnte.
Der Wagen rollte durch die Kärnthner Straße und hielt vor einem Hauſe ſtill, in welchem das großartige Treiben von Aus⸗ und Eingehenden, von Wachen und Die⸗ nern, die Wohnung eines Vornehmen unter den Siegern verkündete. Es war das ſogenannte Haſenhaus, in welchem König Matthias ſein Hoflager genommen hatte. Hier wurde der Gefangene ihm vorgeführt.
Der König ſah ihn verwundert an, wie ſehr ihn die lange Krankheit verändert hatte: Er hätte ihn faſt nicht


