Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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ſtreng alles Aufheben, das ſie von ſeinem Thun machen wollten und lebte, wenn er nicht auf die Mauern oder zu anderm Kriegsdienſt gerufen wurde, ſtill mit den Seinigen. Die Großmutter hatte ſich ſeit ſeiner Heimkehr wunderbar erholt und die dankbare Leni ſchrieb es nur der Stärkung zu, welche ſie der Kranken mit der kräftigen Suppe von dem Huhn, welches ihr Bruder mitgebracht, habe bereiten können, eine Behauptung, worüber der Großvater zwar in ſeiner Weiſe lachte, die aber von allen übrigen Mitglie⸗ dern des Hauſes, bis auf die Magd herab, getheilt wurde.

Das heilige Weihnachtsfeſt wurde mit beſonderer Inbrunſt zu Wien gefeiert, die Kirche entfaltete ihre ganze Würde und Herrlichkeit und die Tage, welche für die ge⸗ ſammte Chriſtenheit geheiligt ſind, wurden auch von Sei⸗ ten der Belagerer nicht durch Waffengetöſe entweiht. Aber bald nachdem das neue Jahr eingetreten war und in der Stadt der Mangel an allen Lebensbedürfniſſen einen Zu⸗ ſtand erzeugt hatte, mit deſſen Schilderung wir unſere Leſer verſchonen wollen, da ſchritten die Ungarn endlich zu einem entſcheidenden Sturm, welcher ſich auf die Nicolai⸗ vorſtadt richtete. Er wurde mit ſolcher Wuth unternom⸗ men, ſo kräftig durch nachrückende Haufen unterſtützt, daß er nicht mehr abzuſchlagen war. Viele tapfere Bürger fanden hier ihren Tod, Meiſter Brand trug ſeinen alten Lehrherrn, welcher ſchwer verwundet war, mit eigener Le⸗