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den war, ſo kühn und gewandt neben ſich den Zelter tum⸗ meln ſah, war ihm plötzlich das Unglück der Erbin von Burgund eingefallen und hatte ihn momentan mit einer Sorge erfüllt, welche nur durch das feierliche Verſprechen ſeines Gaſtes ſchnell zerſtreut war. Bald nahm ihn auch, als der erſte Falke ſtieg, die Jagd, die er leidenſchaftlich liebte, ſo mit Auge und Seele in Anſpruch, daß er kaum bemerkte, wie Kunigunde ihm, da er, keine Bodenſchwierig⸗ keit mehr achtend, im vollen Lauf anſetzte, mit ihrem ſchwä⸗ chern Pferde nicht folgte, vielleicht auch von ihrem Beglei⸗ ter, deſſen Obhut ſie empfohlen war, aus Beſorgniß zurück gehalten oder auf ebeneren Grund gelenkt wurde. Statt des Erzherzogs ritt nun ein anderer Herr vom Gefolge an die frei gewordene Seite, um die Kaiſertochter auch hier vor Gefahren oder einem Sturze zu ſchirmen, aber bald genug ſchien dieſer gleichfalls von der Jagdluſt, als ſich eine neue Beute zeigte, fortgeriſſen zu ſein und nahm, ganz gegen die Etikette, einen Vorſprung, der immer größer wurde, weil der Fürſt ſein feuriges Roß nicht gewähren ließ, ſondern mehr und mehr verhielt, wodurch auch der Zelter der Erz⸗ herzogin, ohnehin ſanftmüthiger Natur, ſeine Sprünge mäßigte. Der Erb⸗Land⸗Falkenmeiſter war nicht mehr hier, ſonſt würde der Cavalier, der es gewagt hatte, der Fürſtin vorauf zu jagen, ſtreng in ſeine Schranken gewie⸗ ſen worden ſein, dann hätte aber auch wohl der Begleiter


