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Erzherzog Albrecht, der von dem geflochtenen Haar, in zwei Zöpfen auf die Bruſt fallend, den Beinamen führt, v0b bens in ſeinem Teſtamente abmahnend zu hindern geſucht hatte. Es gab kein gemeinſames Streben, kein Zuſam⸗ menhalten im Glück und Unglück mehr. Der Kaiſer erwar⸗ tete auch nicht einmal Hülfe von ſeinem Vetter Siegmund, er gönnte ihm den Frieden, welcher in ſeinen Bergen wohnte und hatte ihm ſein liebſtes Kleinod anvertraut, als er ſich endlich genöthigt geſehen, ſeine Erblande, wo der feſte Grund unter ſeinen Füßen zu wanken begann, zu ver⸗ laſſen, um bei den Reichsfürſten, die ihm treu geblieben waren, Beiſtand gegen den Reichsfeind zu ſuchen, welcher ſchon ſo viel deutſches Land an ſich geriſſen hatte und nim⸗ mer geſonnen war, es jemals wieder zu räumen.
Wiederum hatte eine reiche Ernte im fruchtbaren Inn⸗ thale, wie es ſich bei der Hauptſtadt des Landes breitet, ihren Segen geſpendet und der goldene Herbſt auch hier ſchon die Traube gereift. Ein heller, warmer Tag lockte die Städter, die auch keine Feldarbeit zu verrichten hat⸗ ten, in's Freie, zu Spaziergängen. Manche wanderten die Sill hinauf nach Schönberg, wo die alte Handelsſtraße
über den Brenner nach Italien ging und damals noch alle Waarenzüge aus dem Morgenland von Venedig herüber kamen, eh' der Seeweg um das Cap nach Oſtindien gefun⸗ den war. Die Straße ging im vielgebrochenen Zickzack,


