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hatte Inful und Mithra ſeinem Nachfolger übergeben. ber der Krieg war darum nicht erloſchen. König Mat⸗ thias hatte ſich vielmehr in Perſon erhoben und mit der gewaltigen Heeresmacht, welche ihm die neue Kriegsord⸗ nung, die er im Lande eingeführt, mit Leichtigkeit zuſam⸗ men zu bringen erlaubte, dem Kampfe, der ſich bis jetzt nur auf Streifzüge und kleinere Gefechte beſchränkt hatte, einen Nachdruck gegeben, welchem die Streitkräfte, über die der Kai⸗ ſer, bei der mangelhaften Wehrverfaſſung ſeiner Erblande ſowohl, als des ganzen deutſchen Reiches, zu verfügen hatte, nicht mehr gewachſen waren. Wo es in dem Belieben je⸗ des Reichsſtandes, ja des einzelnen Edelmannes ſtand, wie weit er ſeinen Verpflichtungen nachkommen wollte, weil die Zerſplitterung aller Kraft und die Schwächung der kaiſer⸗ lichen Machtvollkommenheit nicht erlaubte, die Säumigen oder Treuloſen zu ſtrafen, da konnte Deutſchland vor jedem fremden Einbruch nur zu Schanden werden.
So hatte der König von Ungarn Haimburg genom⸗ men, Bruck an der Leitha, Korneuburg. Seine Huſaren, die neue Reiterei, die er geſchaffen, indem er den zwanzig⸗ ſten Mann(husz 20) um Sold(är) auf drei Monat im Jahr zum Reiterdienſte des Königs ausheben ließ, ſchwärm⸗ ten bereits bis vor Wien— und in Tirol waltete der tiefſte Friede. So ſchlimm hatte die hundertjährige Theilung der habsburgiſchen Lande bereits gewirkt, welche der milde


