Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Großvater, ohne irgend ein Mißtrauen zu zeigen, daß es nur ein Vorwand ſein könne, um nimmer wieder zu kehren. Du kannſt ihm den nächſten Weg zeigen, Leni, durch den Kammerhof, hörſt Du? Dann frag' Dich allein nach der Spanglergaſſe, am Peilerthor, geh' aber nicht hinaus, ſon⸗ dern durch die Bognergaſſe nach dem Hof, wo die alte Burg der Babenberger? ſteht, dann kommſt Du an's Thor und gehſt über den tiefen Graben auf's Steinfeld, da liegt der Schottenhof vor Dir. Nun geh', Martin. Wollt Ihr mir eine Bitte gewähren, Großvater? ffragte Lienhard raſch. Zu einer blinden Zuſage war der Alte nicht zu fangen. ſWas willſt Du? entgegnete er. Laßt mir den Namen Lienhard, auf den ich nun einmal höre, bat der Jüngling. Was? fuhr der Meiſter auf.Willſt anders heißen, als Du chriſtlich getauft biſt? Oder hat ihm der 1 Pfarr etwa noch einen Namen gegeben, Mutter? wandte er ſich, zweifelhaft werdend, an die Frau. Dieſe ſchüttelte

* Jetzt das Hofkriegsrathsgebäude, vor 1773 das Profeßhaus 1 der Jeſuiten, im Mittelalter die Burg der Herzoge, aus der älteſten . öſterreichiſchen Dynaſtie der Babenberger.

** Jetzt Freiung. 1858. XII. Aus eig'ner Kraſt. I.